Im Rheintaler Derby beginnt Widnau stark und kann die favorisierten Diepoldsauer fordern. Am Ende setzt sich Diepoldsau aber trotzdem mit 4:2 durch und gewinnt Bronze.

An einem Final4-Turnier will keines der teilnehmenden Teams am Sonntagmorgen im Bronzespiel auflaufen. Sich nach der Halbfinal-Niederlage am Vortag noch einmal aufzuraffen und im kleinen Final um die Bronzemedaille zu kämpfen, ist nicht das, was sich die Teams vor dem Saisonhighlight vorgenommen haben. Das trifft ganz besonders auf die Equipe aus Diepoldsau zu. Die Rheininsler waren vor dem Final4-Turnier das einzige Team, das offen den Meistertitel als Ziel ausgerufen hatte. Doch diese Ambitionen wurden im Halbfinal gegen Elgg-Ettenhausen abrupt beendet. Gleich mit 0:4 mussten sie sich in dieser Partie geschlagen geben.
Und so traten Captain Malik Müller und sein Team nicht im grossen Final an, sondern mussten bereits kurz vor dem Mittag im Bronzespiel ran. Gegner war Nachbar Widnau. Die Widnauer hatten sich das Final4-Ticket nach einem harzigen Qualifikationsstart erst am letzten Spieltag gesichert und verloren ihr Halbfinalspiel gegen Oberentfelden mit 1:4. Im Rheininsler-Derby um die Bronzemedaille ging es für beide Teams darum, die Saison versöhnlich zu beenden.

Knackpunkt im dritten Satz
Die Anfangsphase der Partie gehörte dem Team aus Widnau. Sie spielten konstant und ärgerten die Diepoldsauer immer wieder mit cleveren kurz gespielten Bällen. So holten sie sich den ersten Satz mit 12:10 und den zweiten Durchgang gar mit 11:7. Diepoldsau machte in dieser Phase nicht den Eindruck, als könnten sie noch einmal reagieren. Doch das täuschte. Im dritten Durchgang kämpften sie sich ins Spiel zurück und konnten nun erstmals über längere Zeit dagegenhalten. Nach drei abgewehrten Satzbällen holten sie den Satz doch noch mit 13:11 und waren damit in der Partie angekommen.
Plötzlich lief das Spiel der Rheininlser und sie zeigten, weshalb sie in der Qualifikation bis zum Schluss um den Qualifikationssieg mitspielen konnten. Das Team von Coach Sabrina Siegenthaler holte sich auch den vierten Durchgang und war nach der kurzen Pause die dominierende Mannschaft. Mit 11:5 holten sie sich den fünften Satz und waren nun nicht mehr zu stoppen. Auch der sechste Durchgang war eine sichere Beute der Diepoldsauer. 11:5 lautet das Verdikt auch in diesem Satz. «Wir hatten am Anfang richtig Mühe, das Spiel von gestern aus den Köpfen zu bringen», sagt Captain Malik Müller «Uns hat es aber geholfen, dass es ein Derby war. Da wollten wir natürlich auf keinen Fall verlieren. Ab dem dritten Satz konnten wir die ersten Bälle aggressiver spielen und so vermehrt über ‚Schuss‘ zuspielen. Das hat uns geholfen, sodass wir in den letzten beiden Sätzen wieder richtig gut spielen konnten.» Trotzdem sind die Rheininsler mit der Saison nicht ganz zufrieden. «Wir hatten uns den Titel zum Ziel gesetzt. Das haben wir aber nicht erreicht. Aber immerhin ist die Bronzemedaille ein versöhnlicher Abschluss», so Müller.

Diepoldsau dreht 0:2-Satzrückstand und holt Bronze